Carbon-Keramik-Bremse einfahren – wie lange wirklich?

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Sabine Weber (0 pkt)
Habe gerade einen gebrauchten 991 GT3 RS mit PCCB gekauft, der Vorbesitzer sagt die Scheiben wurden nie richtig eingefahren. Ich habe widersprüchliche Angaben gefunden: Porsche spricht von 500km gemischtem Fahren, andere von mehreren gezielten Bremszyklen auf der Rennstrecke von 100 auf 0. Was ist die korrekte Prozedur und wie erkenne ich ob das Einfahren abgeschlossen ist?
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daniela89 (0 pkt)
Habe meinen 991.2 GT3 RS nach Scheibentausch nach dem Porsche-Schema eingefahren: 500 km gemischtes Fahren mit bewusstem Variieren der Bremsintensität, danach 6–8 kontrollierte Vollbremsungen von 120 auf 40 km/h mit je 2–3 Minuten Abkühlzeit dazwischen. Das Entscheidende ist die Abkühlphase – nie nach einer heißen Bremsung stehen bleiben, immer langsam weiterrollen, damit sich die Wärme gleichmäßig abbaut. Dass die Scheiben 'fertig' sind, merkst du am gleichmäßigen Griff ohne Ruckeln und daran, dass sich kein bläulicher oder ungleichmäßiger Belag mehr auf den Scheiben abzeichnet.
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die_selbstaendig (0 pkt)
Wie erkennst du eigentlich konkret, dass die Beläge vorher nicht richtig eingefahren wurden – hat der Vorbesitzer das nur gesagt oder gibt es sichtbare Anzeichen an den Scheiben selbst, also Ablagerungen, Riefen oder ungleichmäßige Verfärbungen?
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olaf_aus_berlin (0 pkt)
Die 500-km-Aussage von Porsche bezieht sich auf den Straßenbetrieb und ist für Trackday-Nutzung zu wenig aussagekräftig – auf der Rennstrecke empfehlen viele PCCB-erfahrene Fahrer ein strukturiertes Warmlaufprotokoll mit mindestens 3 progressiven Bremsphasen vor dem ersten harten Einsatz, weil die Keramikscheibe erst bei Betriebstemperatur über 400 °C ihre volle Bindung mit dem Belag eingeht. Wer das überspringt und sofort volles Programm fährt, riskiert ungleichmäßige Belagsübertragung, die sich später als Bremsen-Zittern äußert.